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	<title>Kleinleins Klartext &#8211; mathconcepts &#8211; Axel Kleinlein</title>
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	<title>Kleinleins Klartext &#8211; mathconcepts &#8211; Axel Kleinlein</title>
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	<item>
		<title>Wenn der Chefideologe des BVK mal loslegt…</title>
		<link>https://www.mathconcepts.de/aktuelles/kleinleins-klartext/wenn-der-chefideologe-des-bvk-mal-loslegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Kleinlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 14:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinleins Klartext]]></category>
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					<description><![CDATA[… dann schlägt er um sich. Jetzt keilt er mal wieder gegen mich und wirft mir vor, dass ich überhöhte Abschlusskosten kritisiere, um seinen Berufsstand zu diskreditieren. Dabei bezieht er sich auf die aktuelle Diskussion rund um den Kostendeckel und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>… dann schlägt er um sich. Jetzt keilt er mal wieder gegen mich und wirft mir vor, dass ich überhöhte Abschlusskosten kritisiere, um seinen Berufsstand zu diskreditieren. Dabei bezieht er sich auf die aktuelle Diskussion rund um den Kostendeckel und das vermeintliche Zillmerverbot.</p>



<p>Ich habe mich in dieser Diskussion rund um das Altersvorsorgereformgesetz in keiner meiner Pressemitteilungen über zu hohe Abschlusskosten echauffiert. Das hat er erfunden. Es klingt aber halt so schön, das zu behaupten. Das passt in das einfache Schwarz-Weiß-Weltbild eines BVK-Chefideologen.</p>



<p>Kritik an hohen Abschlusskosten ist für ihn auch gleichbedeutend mit einer Kritik an hohen Provisionen. Mehr als einmal habe ich versucht, diesem Herrn den Unterschied zwischen Abschlusskosten und Provisionen zu erklären. Das eine ist das, was die Kunden tatsächlich zahlen und das andere, was der Vermittler bekommt. Nicht immer das gleiche. Aber das ist für ihn anscheinend zu kompliziert.</p>



<p>Für ihn ist es auch logisch, dass jede Kritik an überhöhten Abschlusskosten nur ein Ziel hat: Es würde darum gehen, die Versicherungsvermittler in den Schmutz zu ziehen. Dass es bei einer Kritik an hohen Kosten eigentlich um bessere Produkte geht, das ist jenseits seiner Vorstellungskraft.</p>



<p>Dieser Chefideologe des BVK ist auch sonst gerne mit starken Worten unterwegs. So beschimpfte er etwa das letzte EU-Parlament mehrfach ausdrücklich als „linksversifft“ – Respekt vor einem gewählten Parlament hat er nicht. Ich bin dann gerne auch Opfer seiner Anfeindung und sehe mich als Demokrat im Lager des EU-Parlaments.</p>



<p>Ob Herr Heinz als Chefideologe des BVK seiner Sache einen guten Dienst erweist? Ob alle Mitglieder des BVK solches Schwarz-Weiß-Denken und Hate-Speech schätzen? Ich habe Zweifel…</p>



<p>PS: Übrigens mache ich mich nicht für ein Provisionsverbot stark, sondern für einen Provisionsdeckel. Ideologisch verbohrt ist was anderes&#8230;</p>



<p>Hintergrund: <a href="https://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/warum-gdv-und-vermittlerverbaende-ein-zillmerverbot-kritisch-bewerten-155165.php" target="_blank" rel="noopener">Warum GDV und Vermittlerverbände ein Zillmerverbot kritisch bewerten &#8211; VersicherungsJournal Deutschland</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zum ersten Advent ein Gedicht zum &#8222;Rentenkompromiss&#8220;:</title>
		<link>https://www.mathconcepts.de/aktuelles/kleinleins-klartext/zum-ersten-advent-ein-gedicht-zum-rentenkompromiss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Kleinlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 11:20:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinleins Klartext]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach der Wahl heißt&#8217;s reformieren, die Rente soll sich neu sortieren! Wie? Der Kanzler noch nicht weiß, drum gründet er ‘nen Arbeitskreis. Sind dort Ergebnisse nur Hohn, dann gibt&#8217;s ‘ne Renten Kommission. Dort diskutiert manch Demagog&#8216;, neu hilft:  der Renten-Dialog. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach der Wahl heißt&#8217;s reformieren, die Rente soll sich neu sortieren!</p>



<p>Wie? Der Kanzler noch nicht weiß, drum gründet er ‘nen Arbeitskreis.</p>



<p>Sind dort Ergebnisse nur Hohn, dann gibt&#8217;s ‘ne Renten Kommission.</p>



<p>Dort diskutiert manch Demagog&#8216;, neu hilft:  der Renten-Dialog.</p>



<p>Ist auch der dem Kanzler schnuppe, so gründet der ‘ne Fokusgruppe.</p>



<p>Es diskutieren alle viel und haben schließlich nur ein Ziel!</p>



<p>Denn haben alle sich gequält, Entscheidung? Nein! Denn nur eins zählt:</p>



<p>Jetzt wird zum Lohn nun neu gewählt!</p>



<p>&#8230;.</p>



<p>Und nach der Wahl heisst&#8217;s reformieren, die Rente soll sich neu sortieren</p>



<p>&#8230;</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Verschleppter-Start-Corona-Früh-Start-Rente</title>
		<link>https://www.mathconcepts.de/aktuelles/kleinleins-klartext/die-verschleppter-start-corona-frueh-start-rente/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Kleinlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 11:35:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinleins Klartext]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich finde ich die Idee ja richtig: Die Frühstart-Rente. Alle Kinder zwischen 6 und 18 sollen pro Monat zehn Euro bekommen und damit einen kleinen Grundstock zum Sparen für die Altersvorsorge aufbauen. Und das soll auch schon nächstes Jahr losgehen. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eigentlich finde ich die Idee ja richtig: Die Frühstart-Rente. Alle Kinder zwischen 6 und 18 sollen pro Monat zehn Euro bekommen und damit einen kleinen Grundstock zum Sparen für die Altersvorsorge aufbauen. Und das soll auch schon nächstes Jahr losgehen.</p>



<p>„Frühstart“ soll das heißen, weil die Kinder ja sehr jung, also sehr früh mit dem Sparen beginnen sollen. Ein Problem dabei: Nicht alle Kinder sollen da mitmachen. Es sollen nur die Kinder davon profitieren, die nach 2019 geboren sind.</p>



<p>Anders ausgedrückt: Wer noch in eine Welt ohne Corona-Virus geboren wurde, der geht leer aus. Also geht es um eine Corona-Früh-Start-Rente.</p>



<p>Und somit schleppt sich die Förderung der Früh-Start-Rente umso länger hin, je älter die Altersgruppe ist: Die 6-jährigen bekommen schon 2026 die Förderung, die 10-jährigen dann ab 2030 und die 18-jährigen erst ab 2038. Damit mutiert das Projekt leider für viele zur „Verschleppter-Start-Corona-Frühstart-Rente“.</p>



<p>Und die funktioniert dann aber nur wirklich ab 2038, wenn sich nicht zufällig eine Regierung in der Zwischenzeit etwas Neues einfallen lässt und die Verschleppter-Start-Corona-Frühstart-Rente umarbeitet! Vorstellen kann ich mir das recht gut. Denn wenn es um die Rente geht, sind Politikerinnen und Politiker schnell dabei viel zu diskutieren und alles noch komplizierter zu machen.</p>



<p>Fazit: Wenn die Frühstart-Rente ein Erfolg werden soll, dann sollte sie auch früh starten, für alle Altersgruppen ohne eine lange Übergangszeit.</p>



<p>Das wäre doch toll, wenn die Frühstart-Rente schon früh starten würde! Oder?</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rettet die Riester-Renten-Reform!</title>
		<link>https://www.mathconcepts.de/aktuelles/kleinleins-klartext/rettet-die-riester-renten-reform/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Kleinlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2025 10:55:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinleins Klartext]]></category>
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					<description><![CDATA[Letzte Woche gab es eine gute Nachricht: Am 17. Dezember soll die Riester-Renten-Reform von unserem Bundeskanzler und den Ministerinnen und Ministern im Kabinett beschlossen werden. Und jetzt: Arbeitsministerin Bärbel Bas kündigt an, dass entweder alle sechs Renten-Themen zusammen beschlossen werden &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Letzte Woche gab es eine gute Nachricht: Am 17. Dezember soll die Riester-Renten-Reform von unserem Bundeskanzler und den Ministerinnen und Ministern im Kabinett beschlossen werden. Und jetzt: Arbeitsministerin Bärbel Bas kündigt an, dass entweder alle sechs Renten-Themen zusammen beschlossen werden sollen oder gar keines. Die Riester-Renten-Reform soll also nur kommen, wenn das was „fest vereinbart“ sei, auch so komme &#8211; so Bas in der FAZ.</p>



<p>Die „Haltelinie“ und das „Rentenniveau“ sollen laut Bas unverrückt bleiben. Aus mathematischer Sicht ist das Unfug. Denn auf Dauer müssen wir mindestens einen der folgenden drei Parameter ändern: Die Rentenleistung muss sinken, die Beiträge müssen steigen oder der Rentenbeginn muss verschoben werden. Aber all das soll festgeschrieben werden, hört man von Frau Bas.</p>



<p>Dann die ausgeweitete Mütterrente: Die setzt die gesetzliche Rente erst recht unter Druck und muss mit Milliarden aus Steuern finanziert werden. Sollen wir wirklich diese Kröte schlucken, nur damit wir eine Riester-Renten-Reform bekommen?</p>



<p>Bei der Aktivrente gibt es auch Diskussionsbedarf. Können wir uns die Steuerausfälle leisten? Sollten nicht auch Selbständige einbezogen werden? Immerhin, bei den Betriebsrenten sind wir anscheinend schon auf einem guten Weg. Diese Reform ist vermutlich nicht der große Gamechanger, ziemlich technisch und kompliziert, aber immerhin etwas.</p>



<p>Bei der Frühstartrente gibt es mittlerweile ein zentrales Problem: Nach aktuellen Überlegungen sollen erst ab 2038 (!) alle Kinder zwischen 6 und 18 davon profitieren. Der große Wurf ist das nicht.</p>



<p>Anders bei der Riester-Renten-Reform: In der Endphase der Ampel-Koalition hat sie einen Entwurf vorgelegt, der vielversprechend ist und von vielen Seiten als gut bewertet wurde &#8211; auch in der CDU. Diesen Entwurf kann man doch jetzt einfach einbringen und umsetzen!</p>



<p>Die Riester-Renten-Reform wäre endlich mal ein positives Signal in Richtung gestärkter Altersvorsorge. Das wäre endlich ein Erfolg in der Rentendebatte!</p>



<p>Conclusio: Die Reform der Riester-Rente sollte nicht im KleinKlein der anderen Reformen zerrieben werden – meint Kleinlein.</p>



<p>Stand 19.11.2025</p>



<p>Ankündigung des Kabinettbeschlusses:</p>



<p><a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/fruehstart-rente-eckpunkte-100.html" target="_blank" rel="noopener">Frühstart-Rente vorerst nur für 6-Jährige | tagesschau.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Finanzielle Souveränität“</title>
		<link>https://www.mathconcepts.de/aktuelles/kleinleins-klartext/finanzielle-souveraenitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Kleinlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2025 10:29:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinleins Klartext]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorschlag für ein neues Leitbild des finanziellen Verbraucherschutzes Wer sich mit der finanziellen Situation der Bürgerinnen und Bürger beschäftigt, findet eine Situation vor, die in vielen Bereichen desaströs ist: Die ärmere Hälfte der Bevölkerung hat mit 6.000 € kaum Vermögen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong><a href="https://www.mathconcepts.de/wp-content/uploads/2025/07/finanzielle-souveraenitaet.pdf">Vorschlag</a> für ein neues Leitbild des finanziellen Verbraucherschutzes</strong></p>



<p>Wer sich mit der finanziellen Situation der Bürgerinnen und Bürger beschäftigt, findet eine Situation vor, die in vielen Bereichen desaströs ist: Die ärmere Hälfte der Bevölkerung hat mit 6.000 € kaum Vermögen (dabei ist das Auto schon eingerechnet) und hat zudem noch Schulden. Sparen ist dann kaum ein Thema. Eine ernsthafte finanzielle Risikotragfähigkeit ist zudem nicht gegeben. Denn bei unerwartetem Finanzbedarf muss das Geld verfügbar sein.</p>



<p>Um dieser Bevölkerungshälfte finanziell zu helfen, reicht es nicht aus, etwa singulär eine staatlich geförderte Altersvorsorge zu ermöglichen, nach mehr Transparenz zu rufen oder „Finanzbildung“ an den Schulen einzufordern.</p>



<p>Es bedarf stattdessen dafür zu sorgen, dass alle die eigene finanzielle Situation souverän gestalten können. Es geht darum, den Zugang zu den Finanzprodukten zu bekommen, die wirklich notwendig sind und Produkte zu bekommen, die auch bezahlbar und verständlich sind. Es geht darum, die eigenen Rechte und Pflichten zu kennen. Es geht darum eine echte souveräne Planbarkeit zu erreichen.</p>



<p>Es hilft nicht, darauf zu verweisen, dass man auch mit wenig Geld in einem ETF rentabel ansparen könnte, wenn allein die Gebühren für ein Bankkonto die Rendite um zwei Prozent mindert. Es hilft nicht, eine selbstfinanzierte betriebliche Altersvorsorge anzupreisen, wenn dort zwar ein wenig Geld angespart wird, an das man aber eben nicht herankommt, wenn es darauf ankommt. Denn wenn man wegen einer kaputten Waschmaschine den Dispositionskredit in Anspruch nehmen muss, fressen zweistellige Zinsen die kärglicheren Renditen der Vorsorge.</p>



<p><strong>Finanzielle Souveränität heißt, dass „man die Finanzen im Griff hat“,</strong> egal ob diese hoch oder niedrig bemessen sind. Es heißt, nicht überrascht zu werden, wenn die nächste Rate abgebucht wird. Und es heißt zu wissen, wie man auf ungerechtfertigte Forderungen reagieren muss – egal ob die von der Bank oder dem Fiskus erhoben werden.</p>



<p><strong>„Finanzielle Souveränität“ betrifft alle.</strong></p>



<p>Auch die Mittelschicht steht vor dem Problem fehlender Souveränität. Die wenigsten verstehen, welche Finanzprodukte sie bezahlen. Hohe Stornoquoten bei Lebensversicherungen (der Großteil aller Verträge wird gekündigt und landet im Renditenirwana) sind nur ein Beleg dafür. Unübersichtliche Kredite, Abos und Versicherungen lassen jeden oft im undurchdringlichen Nebel stehen. Unverständliche Steuerregelungen und Finanzprodukte, die einem Steuerentlastung versprechen (und oft nicht halten) lassen die meisten zudem verwirrt verzweifeln.</p>



<p>Diejenigen die ein bisschen mehr Geld haben, geraten wegen finanzieller Fehlentscheidungen nicht unbedingt in die Pleite. Sie haben dann „nur“ weniger Geld und stehen schlechter da. Aber die fehlende Souveränität mit Geld „vernünftig“ umgehen zu können, belastet auch diese Mittelschicht (oder auch die mit richtig viel Geld).</p>



<p>Der Ruf nach „Finanzbildung“ – oft ein Reflex in den politischen Diskussionen – ist in der Diskussion um finanziellen Verbraucherschutz ein gefährlicher Ratschlag. Suggeriert er doch, als wären alle, die die finanzielle Souveränität verloren haben, selbst daran schuld. Das ist aber nicht der Fall. Egal ob jemand nur 6.000 Euro hat, 150.000 Euro oder eine Million. Sich in dem Gewirr zwischen Finanzprodukten, unzähligen Verträgen und Verpflichtungen, undurchschaubaren Steuerregelungen und den eigenen rechtlichen Möglichkeiten zurecht zu finden, gelingt kaum jemandem. Der Normalfall ist ein Ausgeliefertsein.</p>



<p>Diejenigen mit wenig Geld sind vermutlich sogar gerade diejenigen, von denen die anderen lernen können. Diejenigen, bei denen 6.000 Euro Unterschied die gesamte Existenz ausmacht sind gezwungen, das höchste Maß an finanzieller Souveränität zu erreichen. Die eher wenigen dieser ärmeren Hälfte der Bevölkerung, die dann daran scheitern sind dann aber diejenigen, die sichtbar werden – etwa in den Schuldnerberatungen.</p>



<p>Wer etwas mehr Geld beiseitegelegt hat, landet bei finanziellen Fehlentscheidungen nicht in der Schuldnerberatung. Trotzdem ist der Verlust schmerzhaft und bitter. Und hinzu tritt für diese dann ein Gefühl des Versagens &#8211; man hätte ja nicht genug „Finanzbildung“ bewiesen. Ein Verheimlichen eines finanziellen Versagens – vor anderen und vor sich selbst – verstärkt das Gefühl der fehlenden finanziellen Souveränität.</p>



<p>Finanzieller Verbraucherschutz bedeutet nicht, nur günstige Finanzprodukte oder ein Provisionsverbot zu fordern. Er bedeutet nicht, paternalistisch Blaupausen für vermeintliche Lösungswege zu entwickeln. Er bedeutet nicht, nur dafür zu sorgen, dass diejenigen die vor der Insolvenz stehen ein wenig Beratung und Unterstützung bekommen.</p>



<p>Finanzieller Verbraucherschutz bedeutet dafür zu sorgen, dass alle eine echte Chance haben zu verstehen, was mit ihrem Geld geschieht, dass alle eine realistische Chance haben, ihr Recht zu bekommen und dass alle ihren finanziellen Spielraum realistisch einschätzen können.</p>



<p>Es geht darum, nicht mehr der eigenen finanziellen Situation ausgeliefert zu sein. Es geht darum, eine finanzielle Souveränität zu erlangen.</p>



<p><strong>Warum dieser Vorschlag eines neuen Leitbildes?</strong></p>



<p>Es war ein Schock für mich, im Rahmen einer Studie mit Finanzwende Recherche zu verstehen, dass die ärmere Hälfte (!) der deutschen Bevölkerung gerade mal auf 6.000 Euro Vermögen zurückgreifen kann.</p>



<p>Schon lange bin ich im Verbraucherschutz unterwegs und kämpfe gegen schlechte Riesterrente. Ich kämpfe gegen überhöhte Provisionen bei Vermittlern und fehlende Transparenz in den Unterlagen, die Verbraucher in die Hände bekommen, wenn sie einen Vertrag abschließen. Schon lange versuche ich Verbraucher davon zu überzeugen, dass es sinnvoller ist in flexiblere und renditestärkere Finanzprodukte zu gehen, wenn es darum geht Geld anzusparen. Schon lange.</p>



<p>Auch ich bin früher den „Wirtschaftsliberalen“ gefolgt und habe etwa argumentiert, dass ja jedem Menschen vermeintlich renditestarken Angebote zur Verfügung stehen. Das stimmt. Nur diese Angebote helfen eben nicht in der individuellen Situation, wenn man etwa nur 6.000 Euro zur Verfügung hat.</p>



<p>Als jemand der den „mündigen Verbraucher“ propagierte, erklärte auch ich früher, dass bei überbordend komplizierten Produkten mit umfangreichen Verbraucherinformationen gegengehalten werden könnte. Aber die Folge ist dann ein ziemlich perfides Narrativ: Wer das dann nicht versteht und trotzdem einen schlechten Vertrag abschließt, der wäre ja dann selbst daran schuld. Tatsächlich ist es aber oft gar nicht möglich diese Produkte wirklich zu verstehen.</p>



<p>Mit einigen Jahrzehnten Erfahrung im Verbraucherschutz muss ich nun feststellen: Wir müssen uns davon verabschieden, dass jeder die gleichen Chancen hat sich finanziell gut zu stellen. Die Finanzwelt, wie wir sie vorfinden, erlaubt nicht allen ein großes Vermögen zu erreichen. Sie erlaubt es noch nicht einmal wirklich allen zu verstehen, was mit dem Geld passiert, das man investiert.</p>



<p>Es wird nicht gelingen, alle reich und wohlhabend zu machen. Es wird nicht gelingen, dass alle eine gute Altersvorsorge ohne Minderung des Lebensstandards bekommen. Aber es kann gelingen, dass alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Beste aus ihrer Finanzsituation machen.</p>



<p>Nach Veröffentlichung der Studie von Finanzwende habe ich viel mit unterschiedlichsten Menschen diskutiert. Dabei ist mir immer deutlicher geworden, dass die Diskussion an einzelnen Symptomen der desaströsen Situation alleine nicht ausreicht. Wir brauchen ein Leitbild – realistisch und ideologiefrei. Ich hoffe, dass es mir gelingt, mit dem Ruf nach „Finanzieller Souveränität“ einen Beitrag zur Diskussion beizutragen.</p>



<p>Unser Geld ist zu viel wert, als dass wir uns schutzlos der Finanzwelt ausliefern. Lasst uns dafür kämpfen, dass alle eine „Finanzielle Souveränität“ erreichen.</p>



<p>Berlin, Juli 2025</p>



<p><a href="https://www.finanzwende-recherche.de/unsere-themen/der-armutsnachteil/" target="_blank" rel="noopener">Link zur Studie von Finanzwende Recherche</a> </p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Finanzbildung – ein Thema auch für amerikanische Präsidenten</title>
		<link>https://www.mathconcepts.de/aktuelles/kleinleins-klartext/finanzbildung-ein-thema-auch-fuer-amerikanische-praesidenten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Kleinlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2025 08:43:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinleins Klartext]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich war gerade auf einer Konferenz beim iff, auf der viel über „finanzielle Bildung“ diskutiert wurde &#8211; gerne im Zusammenhang mit überschuldeten Menschen, jungen Frauen und anderen vulnerablen Gruppen. Was mich ärgert: Bei diesen Diskussionen entsteht zuweilen das Bild, dass &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich war gerade auf einer Konferenz beim iff, auf der viel über „finanzielle Bildung“ diskutiert wurde &#8211; gerne im Zusammenhang mit überschuldeten Menschen, jungen Frauen und anderen vulnerablen Gruppen.</p>



<p>Was mich ärgert: Bei diesen Diskussionen entsteht zuweilen das Bild, dass Menschen, die etwa bei Schuldnerberatern aufschlagen, nicht genug Finanzbildung genossen hätten und deswegen nun in der Misere steckten. So als wären sie aufgrund ihrer eigenen Dummheit selbst daran schuld!</p>



<p>Wäre das so, so wären fast alle pleite und die Vereinigten Staaten auch! Dieses Bildungsproblem zieht sich nämlich quer durch alle Schichten. Auch ein amerikanischer Präsident ist nicht davor gefeit.</p>



<p>Aktuelles Beispiel: Die Eierpreise waren in den Vereinigten Staaten ziemlich in die Höhe gegangen – pikanterweise gerade um Ostern herum. Jetzt sind die Preise gefallen und der Präsident ist sehr stolz darauf. In seiner Freude prahlte er gegenüber unserem Kanzler, dass die Preise um 400 Prozent gefallen seien.</p>



<p>Der Preis eines Eies ist also um 400 % gefallen! Hat das Ei also etwa zu Ostern noch 50 Cent gekostet, so kostet es nun 400 % x 50 Cent = 2 $ weniger.</p>



<p>Der Preis beträgt nun</p>



<p class="has-text-align-center">0,5 $ &#8211; 2 $ = &#8211; 1,5 $,</p>



<p>also „Minus ein Dollar und 50 Cent“. Wer heute im Laden in den USA den Wunsch äußert ein Ei zu erwerben, erhält demnach nicht nur das Ei, sondern auch noch 1,50 $ zusätzlich ausbezahlt!</p>



<p>Das ist aber nicht wirklich so. Beim Eierkauf bekommt man kein Geld geschenkt.</p>



<p>Offensichtlich kann der Präsident also nicht mit Prozentrechnung umgehen. Da klafft eine massive Lücke in seiner Finanzbildung. Schlechte Bildung gefährdet dann angesichts seines Jobs aber nicht nur seine eigene Prosperität, sondern womöglich auch das von ihm regierte Land. Hoffentlich findet sich dann eine gute Schuldnerberatung für die USA!</p>



<p>PS: In der Stromwirtschaft bekommt manchmal jemand Geld dafür, wenn er eine Überproduktion abnimmt. Aber bei Eiern?</p>



<p>Link zur <a href="https://www.iff-hamburg.de/hamburg-2025/" target="_blank" rel="noopener">Konferenz des iff </a></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der dämliche Kleinlein erklärt Kosten</title>
		<link>https://www.mathconcepts.de/aktuelles/kleinleins-klartext/der-daemliche-kleinlein-erklaert-kosten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Kleinlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2025 08:46:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinleins Klartext]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.mathconcepts.de/?p=407</guid>

					<description><![CDATA[Ich mag Damen (auch wenn ich privat die Beziehung beim eigenen Geschlecht suche). Mit Damen verglichen zu werden, empfinde ich eigentlich als charmant! Wirft mir Herr L. aber „Dämlichkeit“ vor, will er zum einen ausdrücken, dass ich nicht mehr ganz &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich mag Damen (auch wenn ich privat die Beziehung beim eigenen Geschlecht suche). Mit Damen verglichen zu werden, empfinde ich eigentlich als charmant! Wirft mir Herr L. aber „Dämlichkeit“ vor, will er zum einen ausdrücken, dass ich nicht mehr ganz bei Verstand bin und zum anderen unterstellen, dass die Damenwelt per se etwas beschränkt ist.</p>



<p>Worum es geht? Der leicht erregbare Herr ärgert sich, dass ich behaupte, dass ein Versicherer auch mal höhere Provisionen an Vermittler zahlen könnte, ohne dass das die Kunden belastet. Er sitzt dem Fehlschluss auf, dass mit einer höheren Vergütung für Versicherungsvermittler automatisch auch die Kostenbelastung für den Kunden steigt.</p>



<p>Für einen in Versicherungsdingen nicht vorgebildeten Menschen klingt der Fehlschluss logisch. Bekommt der Vermittler statt 1.000 Euro Provision nun 2.000 Euro, dann steigen doch die Kosten, oder?</p>



<p>Versicherer kalkulieren aber anders. Beispiel: Ein Vertrag, in den über 30 Jahre jeden Monat 300 Euro eingezahlt werden sollen. Über das Zillmerverfahren werden nun 2.700 € an Abschlusskosten eingerechnet.</p>



<p>Jetzt muss der Vertriebsvorstand entscheiden: Gebe ich dem Vermittler 2.000 Euro und nehme nur 700 € für „interne“ Abschlusskosten? Gebe ich dem Vermittler 1.000 € und lasse 1.700 € im Unternehmen? Oder bin ich besonders gierig, stecke erst mal die 2.700 € ein und bezahle dem Vermittler gerade mal Mindestlohn? (Letzteres ist laut Herrn L. ja auch zuweilen der Fall!).</p>



<p>Die Kostenbelastung bleibt für den Kunden aber immer gleich! Die Höhe der Provision richtet sich nach den internen Kosten (oder der Gier) des Unternehmens.</p>



<p>Ich habe diesen Sachverhalt einer mir bekannten Dame erklärt und sie hat es verstanden. Vielleicht ist Herr L. nun auch gleichermaßen „damenhaft“ und versteht nun etwas besser, wie das mit den Kosten funktioniert?</p>



<p>PS: Da ich recht bald mal mit dieser Dame auf Franziskus‘ Spuren pilgern gehe, wird es ab nächster Woche etwas ruhiger auf meinem LinkedIn-Kanal.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Generali-Riester – Teil 2: Zu kompliziert wegen hoher Kosten!</title>
		<link>https://www.mathconcepts.de/aktuelles/kleinleins-klartext/der-generali-riester-teil-2-zu-kompliziert-wegen-hoher-kosten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Kleinlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2025 10:23:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinleins Klartext]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.mathconcepts.de/?p=402</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe jüngst beklagt, dass bei der Generali-Riester-Rente entweder die Vermittler zu ungeschickt sind, die Verträge in angemessener Zeit zu verkaufen oder aber das Produkt zu kompliziert ist. Ich tendiere zu letzterer Erklärung. Warum? Im Produktinformationsblatt wird schnell auffällig, wo &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich habe jüngst beklagt, dass bei der Generali-Riester-Rente entweder die Vermittler zu ungeschickt sind, die Verträge in angemessener Zeit zu verkaufen oder aber das Produkt zu kompliziert ist. Ich tendiere zu letzterer Erklärung. Warum?</p>



<p>Im Produktinformationsblatt wird schnell auffällig, wo die Komplexität bei der Generali liegt! Beim Kostensystem wimmelt es nämlich nur so von ungefähren Angaben. Ein Teil der monatlichen Verwaltungskosten bemisst sich etwa auf „maximal 0,03 %“ der vereinbarten Beiträge. Klingt wenig. Sind 30.600,00 € vereinbart, dann belaufen sich diese Kosten schon auf 110,16 € pro Jahr. Zusammen mit dem „festen Eurobeitrag“ von 72,00 € landet man dann schon bei 182,16 € an Verwaltungskosten. Immerhin mehr als zwei Monatsbeiträge.</p>



<p>Dazu kommen noch Kosten von „maximal“ 0,49 % des „gebildeten Kapitals“, pro Monat! Nach 20 Jahren, wenn laut PIB ein „Übertragungskapital“ von 25.539 € besteht, sind das schon 125,14 € im Jahr &#8211; also knapp 1.500,00 € Extrakosten! Zusammen mit den anderen Verwaltungskosten also maximal knapp 1.700,00 €. Es werden aber nur 1.020 € im Jahr eingezahlt!</p>



<p>Der Riester-Vertrag macht dann Verlust.</p>



<p>Da braucht ein Vermittler viel Zeit, um dem Kunden einen potenziellen „Verlustvertrag“ schmackhaft zu machen. Nur wenn er ihn hart und sehr lange bearbeitet, gibt es die Unterschrift. Der Vermittler hat dann für wenig Geld viel geackert, der Kunde bekommt einen Vertrag mit Verlustoption und die Steuerzahler fördern das Ganze. Wer gewinnt? Die Generali!</p>



<p>PS: Es gibt aber immerhin ein Trostpflaster für die Vermittler: In den Verwaltungskosten sind vermutlich auch schöne Bestandsprovisionen einkalkuliert! Und mit denen wird die Beratung der Kunden während des Vertragsverlaufs bezahlt. Denn in die Abschlusskosten dürfen diese laufenden Betreuungen ja gar nicht einkalkuliert werden.</p>



<p>Hier das <a href="https://www.generali.de/resource/blob/93124/483e4cef482f41f35fcc94a82fc9a02d/Muster_pib_8RG_30.pdf" target="_blank" rel="noopener">PIB des Generali-Riester</a></p>



<p></p>
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		<title>Der Generali-Riester: Zu kompliziert für Vermittler?</title>
		<link>https://www.mathconcepts.de/aktuelles/kleinleins-klartext/der-generali-riester-zu-kompliziert-fuer-vermittler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Kleinlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 10:02:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinleins Klartext]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.mathconcepts.de/?p=399</guid>

					<description><![CDATA[Ein hochrangiger Vertriebsmanager (er vermittelt gerne Generali) hat mir erklärt, dass bei Riester-Verträgen die Vergütung der Vermittler unter Mindestlohn liegen würde. Das ist krass! Wie kommt es dazu? Vielleicht hilft ein Blick in das Produktinformationsblatt (PIB)… An Abschluss- und Vertriebskosten &#8230;]]></description>
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<p>Ein hochrangiger Vertriebsmanager (er vermittelt gerne Generali) hat mir erklärt, dass bei Riester-Verträgen die Vergütung der Vermittler unter Mindestlohn liegen würde. Das ist krass! Wie kommt es dazu? Vielleicht hilft ein Blick in das Produktinformationsblatt (PIB)…</p>



<p>An Abschluss- und Vertriebskosten sind hier bei einem 30-Jahresvertrag immerhin 1.006,00 Euro angegeben. Beim aktuellen Mindestlohn von 12,82 € pro Stunde hätte der Vermittler also 78,5 Stunden Zeit, etwas mehr als zwei Arbeitswochen. Manchmal geht’s schief und der Kunde unterschreibt trotz aller Bemühungen nicht, vielleicht nur jedes zweite Mal. Dann bleibt aber immer noch eine Woche pro Beratung.</p>



<p>Haben Sie Lust, sich eine ganze Woche mit einem Vermittler hinzusetzen und Riester-Regeln zu pauken? Ich nicht. Und die für den Verbraucher wichtigen Grundlagen für die Riester-Rente bekommt man anderswo auch in kürzerer Zeit vermittelt. Zum Beispiel in Beratungsgesprächen der Deutschen Rentenversicherung, bei Verbraucherzentralen, Rentenberatern, Versicherungsberatern…</p>



<p>Ein Blick in die Kosten offenbart noch mehr: Es werden 1.006,00 Euro Abschluss- und Vertriebskosten bei einer Beitragssumme von 30.600 € angesetzt. Das sind 3,29 Prozent! Als Versicherungsmathematiker (Aktuar) weiß man, dass das heutzutage ziemlich problematisch ist, denn das ist zu viel. Grundsätzlich sollen Abschlusskosten nämlich nur bis zu 2,5 Prozent der Beitragssumme betragen. Das, was darüber liegt, das geht dann zu Lasten aller Kunden, hier immerhin 241,00 Euro.</p>



<p>Die Überkomplexität des Generali-Riesters geht also zu Lasten aller Generali Kunden!</p>



<p>Was dieser Versicherer macht, ist also offensichtlich zu kompliziert. Und so bleibt gerade mal Mindestlohn für die Vermittler. Und das hilft erst recht nicht, gute Berater für den Vertrieb zu gewinnen.</p>



<p>Fortsetzung folgt…</p>



<p>Das PIB: <a href="https://www.generali.de/resource/blob/93124/483e4cef482f41f35fcc94a82fc9a02d/Muster_pib_8RG_30.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://www.generali.de/resource/blob/93124/483e4cef482f41f35fcc94a82fc9a02d/Muster_pib_8RG_30.pdf</a></p>



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		<title>Für viele ist &#8222;keine Vorsorge“ besser als „falsche Vorsorge“</title>
		<link>https://www.mathconcepts.de/aktuelles/kleinleins-klartext/fuer-viele-ist-keine-vorsorge-besser-als-falsche-vorsorge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Kleinlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2025 15:05:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleinleins Klartext]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.mathconcepts.de/?p=396</guid>

					<description><![CDATA[Manchmal bekomme ich Kritik auf meine Kolumnen, so jüngst von Prof. Dr. Hubert Becker auf LinkedIn. In unserer Diskussion stellte er fest, dass „Auf jeden Fall ist Vorsorge in aller Regel besser als keine Vorsorge.“, Kosten seien nicht das einzige &#8230;]]></description>
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<p>Manchmal bekomme ich Kritik auf meine Kolumnen, so jüngst von Prof. Dr. Hubert Becker auf LinkedIn. In unserer Diskussion stellte er fest, dass „Auf jeden Fall ist Vorsorge in aller Regel besser als keine Vorsorge.“, Kosten seien nicht das einzige Kriterium und die individuelle Situation müsse immer berücksichtigt werden. Da hat er recht, sich die persönliche Situation anzusehen!</p>



<p>Schaut man sich die individuelle Situation der unteren Vermögenshälfte in Deutschland an, dann sieht es finanziell nicht rosig aus. Dem Vermögen von durchschnittlich 6.000 € stehen etwa 2.700 € Schulden gegenüber. Und die wichtigste Vermögensposition ist das Auto mit einem Wert von etwa 2.600 €!</p>



<p>Wenn dann das Auto kaputtgeht, die Waschmaschine den Geist aufgibt oder andere Schläge ins Kontor gehen, dann ist kein Spielraum für langfristige Vorsorge. Vorsorge ist hier der Notgroschen für die nächste finanzielle Katastrophe, nicht Vorsorge für den Ruhestand.</p>



<p>Deshalb muss für die ärmere Hälfte der Bevölkerung „Sparen“ flexibel sein. Volatile Produkte fallen da schnell raus (etwa Aktien-Fonds), unflexible Produkte auch (z. B. Anleihen). Fondsgebundene Rentenverträge vereinigen dann sogar diese beiden Negativkriterien! Versicherungen taugen hier nicht zum Sparen, geschweige denn zur Altersvorsorge.</p>



<p>Und auch Kosten sind bedeutsam! Wer wenig Geld hat, für den wirken sich Kosten besonders stark auf die Rentabilität des Sparens aus. Allein Kontogebühren von 120 € im Jahr (ja, das gibt es!) mindern die Gesamtrendite bei so einem Durchschnittsvermögen bereits um zwei Prozent! Wer 100.000 Vermögen hat, der verzichtet aber nur auf 0,12 %.</p>



<p>Da hilft auch eine Förderung nur dann, wenn die Lebenssituation eine echte Spardisziplin erlaubt. Das geht aber oft nicht, wenn man wenig hat. Bei falscher Vorsorge steht man dann sogar schlechter da als ohne Vorsorge.</p>



<p>Also Herr Becker (auch wenn Sie sonst häufig richtigliegen):</p>



<p>„Keine Vorsorge“ ist oft besser als „Schlechte Vorsorge“ &#8211; besonders für die eine Hälfte der Bevölkerung.</p>



<p>Quelle für die Zahlen: <a href="https://www.finanzwende.de/ueber-uns/aktuelles/neue-studie-der-armutsnachteil" target="_blank" rel="noopener">Finanzwende-Recherche</a></p>



<p></p>
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