… dann schlägt er um sich. Jetzt keilt er mal wieder gegen mich und wirft mir vor, dass ich überhöhte Abschlusskosten kritisiere, um seinen Berufsstand zu diskreditieren. Dabei bezieht er sich auf die aktuelle Diskussion rund um den Kostendeckel und das vermeintliche Zillmerverbot.
Ich habe mich in dieser Diskussion rund um das Altersvorsorgereformgesetz in keiner meiner Pressemitteilungen über zu hohe Abschlusskosten echauffiert. Das hat er erfunden. Es klingt aber halt so schön, das zu behaupten. Das passt in das einfache Schwarz-Weiß-Weltbild eines BVK-Chefideologen.
Kritik an hohen Abschlusskosten ist für ihn auch gleichbedeutend mit einer Kritik an hohen Provisionen. Mehr als einmal habe ich versucht, diesem Herrn den Unterschied zwischen Abschlusskosten und Provisionen zu erklären. Das eine ist das, was die Kunden tatsächlich zahlen und das andere, was der Vermittler bekommt. Nicht immer das gleiche. Aber das ist für ihn anscheinend zu kompliziert.
Für ihn ist es auch logisch, dass jede Kritik an überhöhten Abschlusskosten nur ein Ziel hat: Es würde darum gehen, die Versicherungsvermittler in den Schmutz zu ziehen. Dass es bei einer Kritik an hohen Kosten eigentlich um bessere Produkte geht, das ist jenseits seiner Vorstellungskraft.
Dieser Chefideologe des BVK ist auch sonst gerne mit starken Worten unterwegs. So beschimpfte er etwa das letzte EU-Parlament mehrfach ausdrücklich als „linksversifft“ – Respekt vor einem gewählten Parlament hat er nicht. Ich bin dann gerne auch Opfer seiner Anfeindung und sehe mich als Demokrat im Lager des EU-Parlaments.
Ob Herr Heinz als Chefideologe des BVK seiner Sache einen guten Dienst erweist? Ob alle Mitglieder des BVK solches Schwarz-Weiß-Denken und Hate-Speech schätzen? Ich habe Zweifel…
PS: Übrigens mache ich mich nicht für ein Provisionsverbot stark, sondern für einen Provisionsdeckel. Ideologisch verbohrt ist was anderes…
Hintergrund: Warum GDV und Vermittlerverbände ein Zillmerverbot kritisch bewerten – VersicherungsJournal Deutschland